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Für mich sind die Monate November und vor allem der Dezember irgendwie immer richtig magisch. Ich liebe es zurück zu blicken auf das Jahr und meine Erfahrungen und Erlebnisse zu reflektieren. Dazu mach ich mir gerne eine Tasse Tee, höre dazu schöne Musik und vor allem: Ich schreibe, schreibe, schreibe… Und wenn ich denke, dass ich fertig bin, dann schreibe ich nochmal ein bisschen mehr. 

Warum ist es wichtig auf das Jahr zurück zu blicken?

Unsere Gesellschaft ist so schnelllebig. Was heute interessant ist, kann morgen schon wieder vergessen sein. Vor allem als Mensch mit tausend Interessen hat man oft das Gefühl, vieles ein bisschen zu können aber nichts so richtig und dann gibt es noch die vielen angefangenen Projekte, die nie fertig geworden sind, weil es wieder mal zu schnell langweilig geworden ist. Du kennst das ja wahrscheinlich…

Umso wichtiger ist es, dann doch mal inne zu halten. Und dabei geht es natürlich nicht nur darum, welche Projekte man jetzt wie erfolgreich beendet hat, sondern um das GANZE Jahr. Mit allem was wichtig ist. Was hast du erlebt? Wann hast du dich richtig gut gefühlt? Was hast du Neues dazu gelernt? 

Ich muss dazu sagen, dass meine Routine bestimmt viel aufwendiger ist als bei manch anderem und dass es bestimmt auch viel schneller und effizienter geht. Aber bei mir liegt das daran, dass ich mir dafür einfach unheimlich gerne die Zeit nehme und es mir großen Spaß macht. Deswegen darf im Dezember der ein oder andere Sonntag genau dafür herhalten UND deswegen mache ich für euch auch schon Mitte November eine Folge zum Jahresrückblick. So habt ihr genügend Zeit euch zu überlegen, was davon ihr wirklich machen wollt und könnt euch Zeit dafür einplanen. 

Ich habe mich dazu entschlossen zwei Blogposts zu machen: Einmal über meine Routine zum Jahresrückblick und einmal über meine Routine zur Jahresplanung. Und es geht in diesen Blogposts viel mehr um die persönliche Weiterentwicklung. Berufliche Ziele werden am Rande schon angeschnitten und gehören natürlich auch dazu, aber dich erwartet hier keine Umsatzplanung oder ähnliches. 

Nr. 1: Journaling

In meinen Instagram Highlights findest du unter „Jahresplanung“ eine ganz ausführliche Story, in der ich alle Fragen aufgeschrieben habe, die sich auf die letzten 12 Monate und auf die nächsten 12 Monate beziehen. Du kannst dir dann einfach einen Screenshot machen und mit deinem Jahresrückblick bzw. mit deiner Jahresvorschau loslegen. Es sind wirklich ganz viele tolle Fragen, die dich richtig intensiv dabei unterstützen zurück zu blicken. Eine Frage möchte ich dir heute trotzdem schon mal mit auf den Weg geben, damit du weißt welche Fragen dich auf meinem Instagram Account erwarten: In welchen Momenten oder Situationen warst du mit deinen Werten besonders im Einklang?

Über diese Frage muss man sicher ein zweites oder drittes Mal nachdenken, aber genau das sind die Fragen, aus denen wir am meisten aus unserem Erfahrungsschatz schöpfen können. 

Für mich ist Journaling die Grundlage für alles, über das ich heute und auch in meinem zweiten Blog zu dem Thema mit euch sprechen werde. Es ist deswegen die Grundlage, weil man sich hierbei mal richtig Gedanken macht UND es kann auch manchmal gar nicht so einfach sein von jetzt auf gleich die letzten 12 Monate zu reflektieren, weil der Januar ist nun mal schon echt lange her! 

Ein Tipp am Rande: Ich reflektiere auch jeden Monat und so fällt es mir viel leichter mich wieder da hinein zu versetzen. Mit ein bisschen Abstand sehe ich meine Learnings und Erlebnisse, aber vielleicht doch wieder anders und das ist dann eben die Jahresreflexion. Ich nutze dafür meine Klarheit Kalender, weil der wirklich ganz tolle Monatsübersichten bietet, wo ich alles festhalten kann, das mir wichtig erscheint. 

Was habe ich nicht geschafft und warum?

An dieser Stelle gehe ich doch intensiver auf eine Journaling Frage ein: Was hast du dieses Jahr nicht geschafft und warum? Ich mache das, weil ich ja eingangs schon gesagt hatte, dass wir Scanner oft viele Dinge anfangen und nicht zu Ende bringen. Dass wir uns schnell begeistern können, aber genauso schnell die Luft raus ist. Und ich möchte auch hier gleich sagen, dass das überhaupt nicht schlimm ist. Wir dürfen liebevoll mit uns sein, aber sollten trotzdem einen genaueren Blick darauf werfen (auch wenn es erstmal vielleicht unangenehm scheint). 

Ich sehe das so: Wenn wir nicht hinschauen und dieses „gescheiterte“ Projekt weiterhin im Kopf haben, dann schwirrt es da auch immer weiter rum und wir fühlen uns schlecht. Dabei kann es doch sein, dass wir es gar nicht mehr umsetzen WOLLEN, aber trotzdem nimmt es unnötig Raum in unserem Kopf ein. Entweder ich mache ich einen Haken dran oder ich überlege wie ich es im nächsten Jahr vielleicht doch schaffen kann. Dazu mache ich für mich gerne eine Tabelle mit 4 Spalten.

  1. Projekt                        
  2. Was ist passiert?                    
  3. Was habe ich gelernt?                      
  4.  Wie geht es weiter?

Ich sag’s auch an dieser Stelle nochmal: Es geht nicht darum in Selbsthass auszubrechen und sich einzureden, dass man wieder nichts geschafft hat. Man tut das für einen Selbst, um zu reflektieren und um loszulassen oder einen neuen Plan zu schmieden. Beides ist in Ordnung! Das tut gut! Und du tust das für DICH! Die Liste muss keiner sehen, wenn du das nicht willst. 

Danach kannst du dir überlegen was du im nächsten Jahr loslässt und was du auf eine neue Art und Weise angehen willst. Du hast ja jetzt reflektiert was beim ersten Mal das Problem war.

Und keine Sorge: In den Journaling Fragen auf Instagram gibt es genügend Fragen, die sich damit beschäftigen was du alles geschafft hast. Wir tendieren nur eher dazu kritisch mit uns zu sein und uns fertig zu machen, für alles was wir nicht geschafft haben und deswegen war es mir wichtig, das nochmal im Podcast anzusprechen. Feier dich unbedingt für das was du geschafft hast und feier dich für alles was du gelernt hast, weil du etwas nicht geschafft hast.

Warum alleine Reflektieren?

Natürlich ist es DEIN Leben, aber ich gerade, wenn ich Beziehungen oder Freundschaften reflektieren möchte, dann nehme ich die Person einfach dazu. Erstens entstehen dadurch oft richtig schöne Gespräche und zweitens denkst du vielleicht auch wieder an etwas, das du vielleicht schon vergessen hättest. Für sowas nehme ich mir auch gerne Zeit, denn mit jedem Menschen verbinde ich ganz unterschiedliche Erinnerungen an das vergangene Jahr. Dafür kannst du zum Beispiel das Fragekartenspiel von Vertellis nutzen: Ein Spiel mit ganz vielen Fragen zu den vergangenen und auch zu den nächsten 12 Monaten. Ich liebe das Gefühl, wenn ich mit einer für mich wichtigen Person das Jahr Revue passieren lassen kann und wir gemeinsam in Erinnerungen schwelgen… Und dann passiert es schon fast automatisch, dass man gemeinsam Pläne für das kommende Jahr schmiedet.

Eine ganz besondere Tradition: Der Weihnachtsbrief

Diese Tradition habe ich vor drei Jahren von einer ganz lieben Freundin abgeschaut, da sie mir meinen ersten Weihnachtsbrief geschrieben hat und ich sooo gerührt davon war. Ein Weihnachtsbrief ist für mich die schönste Möglichkeit einfach mal Danke zu sagen. Vor allem ist es ein toller letzter Schritt der Jahresreflexion. Du hast dir Gedanken über dein Jahr gemacht, gejournaled und dadurch festgehalten, was dir wirklich wichtig war. Außerdem hast du mit lieben Menschen bereits tolle Momente und Gedanken ausgetauscht. Jetzt geht es darum sich genau dafür zu bedanken.

Schreibe einen Weihnachtsbrief an eine Person, die das Jahr für dich besonders gemacht hat. Die für dich da war. Mit der du etwas erlebt hast, das du niemals vergessen wirst. Für die du dankbar bist, weil sie immer für dich da war. An die Person, mit der du lachen und weinen konntest und ohne die das Jahr nicht so schön gewesen wäre. 

Es gibt nur eine einzige Regel bei einem Weihnachtsbrief: Es dürfen nur nette Dinge drinstehen. Eigentlich selbsterklärend, aber ich sag’s lieber trotzdem noch dazu. Es geht darum BEDINGUNGSLOS Danke zu sagen und Liebe auszusprechen. 

Und eins sage ich auch noch, weil ich dieses Gefühl gut kenne… Gerade, wenn man in Freundeskreise ist, in denen jede Freundschaft gleich viel bedeutet, hat man oft das Gefühl, man müsse dann allen Personen aus dem Freundeskreis einen Weihnachtsbrief schreiben. Man möchte ja niemanden vernachlässigen oder außen vorlassen. Aber darum geht es beim Weihnachtsbrief nicht. Mach dir da keinen Druck, sondern hör mal auf dein Herz und frag dich: Wem möchtest du von Herzen gerne so einen Brief schreiben? Wenn das nur eine Person ist, ist das genauso in Ordnung, wie wenn das 10 Personen sind. Es ist kein Wettbewerb, sondern du triffst da einfach eine Entscheidung aus dem Herzen. 

Was ist dein liebstes Ritual zum Jahresrückblick?

Ich finde es immer spannend zu sehen, wie andere Menschen ihr Jahr beenden und was ihnen dabei hilft zu reflektieren. Wie würdest du diese Liste noch vervollständigen? Schreib mir gerne eine Nachricht!

PS: Hast du dir schon das kostenlose Workbook geholt? Es hilft dir dabei dich als Scanner Persönlichkeit noch besser zu verstehen, beinhaltet Klarheit – und Visualisierungsübungen und vieles mehr. Viel Spaß damit!