In der heutigen Folge möchte ich mit euch über eine wichtige Frage sprechen, die ich mir selbst gerne stelle – um mich und meine Ideen zu reflektieren und trotz aller Begeisterung für neue Dinge fokussiert zu bleiben. Das ist nämlich manchmal gar nicht so einfach.

Die Frage lautet: Ist das wirklich gerade MEIN Thema oder kommt der Impuls von außen?

Wie meine ich das? Ich habe festgestellt, dass ich sehr anfällig bin für Einflüsse von außen. Das kommt daher, weil ich mich so schnell von der Begeisterung anderer Menschen anstecken lasse und es einfach liebe, wenn Menschen enthusiastisch über ihre Hobbies oder Herzensprojekte und sogar über ihr Business erzählen. Ich sauge das auf wie ein Schwamm und innerlich denke ich mir: „ICH WILL DAS AUCH!“ Egal, ob es sich dabei um einen Nähkurs oder eine Weiterbildung handelt.

Dass man sich nicht vergleichen soll ist ja sowieso immer ein Thema, aber für jemanden, der wirklich überall mitmischen will, ist es noch wichtiger Grenzen zu ziehen und das große Ganze im Hinterkopf zu haben. Das fängt bei mir schon im Studium an, dass ich in den ersten beiden Semestern mehr Kurse belegt habe, weil sie mich einfach interessiert haben oder manchmal drei Bücher parallel lese, weil ich mich nicht entscheiden kann, für welches Thema mein Herz gerade wirklich schlägt. Wenn man jetzt nicht gerade Vollzeitstudent ist, sondern nebenher noch viele andere Projekte hat, dann könnt ihr euch bestimmt denken, wie das auf Dauer ist: ganz schön anstrengend. Und das bedeutet zum Beispiel den zusätzlichen Italienisch Kurs nicht zu Ende zu machen, weil man sich mal wieder verzettelt hat. Aber du kennst das bestimmt selber. Und das fühlt sich dann nicht so toll an.

Denn es ist ja so: Auch wenn es nämlich unglaublich viele Themen gibt, für die ich mich begeistern kann und die ich auch noch ausprobieren will, wird mein Tag dadurch nicht länger. Ich habe auch nur 24 Stunden, also muss ich trotzdem abwiegen: Ist das gerade wirklich mein Thema oder kommt das nur von außen? Zum Beispiel eben durch so ein Gespräch, aber auch weil sich eine Möglichkeit gerade zufällig auftut (kostenlose Sprachkurs gefällig?) oder weil man das Gefühl hat, dass das gerade alle tun und man mitmischen MUSS (Membership Bereich) Es ist so wichtig, dass du bei dir selbst bleibst. Was willst DU wirklich und was kommt von außen? Was ist wirklich DEIN Interesse und wo ziehst du vielleicht nur hinterher, weil du gerade oft damit konfrontiert wirst?

Falls du dir jetzt denkst: das ist ja alles schön und gut, aber wie komme ich jetzt darauf, was gerade wirklich mein Thema ist? Das ist ja eigentlich die Schwierigkeit bei uns Scannern, richtig? Ich habe vier Tipps für dich, wie du in der Hinsicht klarer wirst und dich besser reflektieren kannst, um dich im Endeffekt noch besser abzugrenzen, damit dir die Sprunghaftigkeit nicht über den Kopf wächst.

  1. Lerne dich noch besser kennen
    Bei mir war es immer so, dass ich immer genau wusste bzw. weiß, wie mein Traumleben aussehen soll. Der Weg dorthin hat sich nur ständig verändert. Aber weil ich genau weiß wo ich hinwill, weiß ich auch, dass ich den Weg dorthin in mir selbst finde. Deswegen entscheide ich oft auch ganz intuitiv, was ich gerade brauche oder woran ich wirklich arbeiten will. Um das entscheiden zu können, darf ich mich natürlich erstmal selbst richtig gut kennenlernen: was sind meine Werte? Was will ich vom Leben? Was gibt mir Energie?  Journaling ist für mich ein guter Weg, mich mit meiner Intuition zu verbinden und bei mir zu bleiben. Und glaub mir: in deinem inneren sind nicht nur genügend Ideen, sondern genau die richtigen. Inspiration ja, blindes unter Druck setzen und nachahmen: nein.  Durch diese Vorgehensweise kannst du zum Beispiel auch schon ganz viel ausschließen, was ja auch mal guttut.

  2. Es darf sich die Balance halten
    Das bedeutet jetzt nicht, dass du nur noch Dinge tun oder ausprobieren sollst, die dich im Business weiterbringen. Du kannst beispielsweise Just for Fun Projekte starten, bei denen du rumexperimentieren kannst. Aber diese Zeit ist dann einfach ein wenig begrenzt. Und es gibt Zeit, die wirklich dir und deinem Business gehört und da wägst du ab: bringt mich diese Möglichkeit wirklich meinem großen Ziel näher? In meinem Fall wäre der Italienisch Kurs ein klares Nein. Schau einfach mal selbst: wie viel Zeit hast du übrig für deine Vielinteressiertheit ohne dass du dich selbst überforderst?

  3. „Alle launchen gerade einen Membership Bereich, also sollte ich unbedingt auch nachziehen, ist ja schon so lange auf meiner Agenda, aber sollte ich vorher nicht zuerst dies und jenes fertig machen? Aber was ist, wenn es nicht schaffe präsent zu sein und mich alle „überholen“ …“ Herzlich Willkommen in meinem Kopf! Ein wichtiger Punkt ist, dass du dich immer wieder daran erinnerst, dass kein Mensch deinen Weg geht und dich deswegen auch gar nicht überholen kann. Du gehst in deinem Tempo! Du musst „wirklich“ nicht überall mitmischen! Nimm dir selbst den Druck raus und mach nicht Dinge, von denen du denkst, dass du sie tun MUSST. Das gleiche gilt auch für verschiedene Social Media Präsenzen.

  4. Fokuszeit
    Wann arbeitest du am produktivsten? Bei mir ist das zum Beispiel morgens. Da ist dann meine Money Making Time, da kümmere ich mich um die Arbeit für meine Kunden oder arbeite an Projekte, die fertig gestellt werden dürfen, um damit zum Beispiel weitere Einkommensquellen zu generieren. Solange du dir jeden Tag ein wenig Zeit einräumst um offene Projekte zu Ende zu stellen, kannst du den Rest des Tages damit verbringen dich auszutoben. Beispiel mit den 20 Minuten am Morgen, dann ist noch genügend Zeit um sprunghaft zu sein.

Es geht überhaupt nicht um Einschränkung. Ich werde auf jeden Fall noch eine Podcast Folge darüber machen, wie man es schafft seine Interessen zu jonglieren und miteinander zu verbinden. Das ist dann das große Ganze, das Fokuszeit beanspruchen darf. Und alles andere darf aber genauso da sein!