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Du kennst das ja als Scanner: Überall ein bisschen was zu tun, aber nie wirklich fokussiert. Deswegen bist du zwar immer beschäftigt, aber wenig produktiv? Und in unserer Online Business Bubble gibt es ja nun mal DEN Marketingtipp schlecht hin, dass man sich auf eine Sache fokussieren soll, damit man wirklich erfolgreich wird. Das macht ja auch irgendwo Sinn – schließlich hat Bach nur Musik gemacht und Tiger Woods spielt nur Golf. Und beide mit riesen Erfolg. Aber wie kann man richtig gut in dem werden was man tut, ohne sich zu sehr festzulegen – und ist das nicht schon ein Widerspruch in sich?

Was ist „The ONE Thing“?

Im Buch geht es grob gesagt darum, dass man die Balance zwischen den einzelnen Tätigkeiten streichen soll. Also nicht Gitarre spielen lernen, ein Business aufbauen und dir vornehmen ab sofort jeden Morgen zu meditieren. NUR EINE SACHE. Das ist für mich als Scanner aber nicht der richtige Ansatz. Ich habe mir also überlegt, wie der Ansatz von „The ONE Thing“ besser zu unserem Lebensstil passt und habe meiner Meinung nach einen guten Weg gefunden in einer Sache herausragend zu werden und trotzdem die Sprunghaftigkeit auszuleben.

DU kannst also alles machen was du willst und sprunghaft sein, aber ein paar Prinzipien aus dem Buch empfinde ich doch als sehr hilfreich, damit du mit deiner Business Idee auch wirklich erfolgreich bist.

Was ist dein „großes Ganzes“?

Wie immer steht zu Beginn immer erst die Frage nach deinem großen Ganzen  – nach deinem persönlichen Lebensgefühl.
Wie soll dein Leben aussehen?
Wofür möchtest du bekannt sein?
Worin möchtest du gerade wirklich besser werden? Warum willst du das?
Das ist die Grundlage für die Arbeit mit dem 6-Wochen-Zyklus und eben auch für die Ansätze des Buches „The ONE Thing“. Wenn du noch nicht genau weißt, wie dein großes Ganzes aussieht, dann schau dir mal mein 4-Wochen Coaching Programm „Find your Flow“ an. In 4 Wochen finden wir heraus, was du wirklich willst und erarbeiten deinen roten Faden. Ich werde am Ende nochmal näher auf mein Coaching Programm eingehen, also lies unbedingt bis zum Schluss, wenn du das Gefühl hast, dass du dir da gerade noch nicht so sicher bist. 

Dein „großes Ganzes“ unterteilst du dann in 4 Bereiche (ich habe das mal an meinem Beispiel verdeutlicht, damit das noch klarer für dich wird). 

Mein großes Ganzes: Ich will ein freies und selbstbestimmtes Leben leben, in dem alle meine Interessen und Fähigkeiten ihren Platz haben und ich mich nicht für etwas entscheiden muss. Beruflich bleibe ich flexibel, genieße das Leben täglich und lebe nach meinen Werten: Dankbarkeit, Träumen, Abenteuer, Gerechtigkeit und Lernen.

Mein Warum: Ich möchte Scannern zu mehr Klarheit in ihrem Ideen Dschungel helfen, sodass sie Einkommensquellen generieren, ohne sich zu verzetteln. 

Meine Priorität: Mein Podcast: Hier stelle ich mein Wissen frei zur Verfügung, zeige mein Expertenwissen und weise auf meine Coaching Programme hin. 

Produktivität unterteilt in Freizeit – Eine Sache – Planungszeit

Profit: Durch meine eine Sache mache ich Profit, zumindest ist das natürlich langfristig gesehen auch das Ziel Geld mit deiner einen Sache zu verdienen. 

Deine eine Sache kann sich in vielen verschiedenen Bereichen zeigen. Frag dich einfach wofür du bekannt sein willst. Was sollen Menschen mit dir verbinden?
Zum Beispiel:
deine Positionierung: Du bist absolute Expertin im Bereich Astrologie oder Vertrieb
ein Content Medium: Willst du bekannt für deine super Podcasts oder deine IGTV’s sein?
ein Produkt: Zum Beispiel richtig gute Workbooks zu verschiedenen Themen

Im Buch stellt Gary Keller aber auch DIE Frage, mit der du das ganz einfach herausfinden kannst:

Welches ist die EINE Sache, die ich tun kann, damit alles andere einfacher oder sogar überflüssig wird?

Es geht also darum herauszufinden, was WIRKLICH wichtig ist. Was kannst du heute oder in einer Woche oder in einem Monat oder in 5 Jahren tun, das wirklich wichtig ist, sodass alles andere leichter wird oder sogar überflüssig? Um nochmal auf mein Beispiel einzugehen: Eines meiner Ziele ist, dass mein Podcast DER Podcast für Scanner Persönlichkeiten wird. Wenn ich es geschafft habe den Podcast groß aufzuziehen und mich als Expertin zu etablieren, wird alles andere was ich tue überflüssig, da ich dann eine starke Community aufgebaut habe und meiner Berufung nachgehen kann.

Analysiere deine To-Do Liste

Das bedeutet aber eben auch konkret: Nur weil deine To-Do-Liste lang ist, heißt das nicht, dass alles davon wichtig ist. Du solltest deine To-Do-Liste ganz genau analysieren und schauen, was davon tust du, damit du beschäftigt bist und was davon ist wirklich wichtig um weiter zu kommen? Du solltest also eigentlich nochmal einen Schritt weitergehen und solange priorisieren, bis du deine eine Sache gefunden hast. 

Wie passt das mit dem 6-Wochen-Zyklus zusammen?

Arbeitest du schon mit dem 6-Wochen-Zyklus? Egal, was gerade dein Thema für den 6-Wochen Zyklus ist- ob du an einem Online Kurs arbeitest oder ein neues Veranstaltungskonzept entwickelst: Deine EINE Sache bleibt kontinuierlich bestehen.
Ich finde gerade bei Scannern eignet sich da total der Content Ansatz. Also egal, wie du deine Prioritäten gerade setzt, du stellst sicher, dass du regelmäßig in Verbindung mit deiner Community trittst und dein Wissen teilst. In meinem Fall eben durch den Podcast. Das ist meine eine Sache für 2020. Ich will einmal in der Woche einen Podcast veröffentlichen. 

Unter dem Punkt „Produktivität“ fällt für Gary Keller auch nochmal eine Unterteilung in Freizeit – Zeit für deine EINE Sache – und die Planungszeit. 

Dazu möchte ich auch aus einer Stelle seines Buches zitieren:

In seinem Roman „Suzanne’s Diary for Nicholas“ hebt James Paterson geschickt hervor, wo die Prioritäten bei dem Bestreben um Ausgleich in unserem Privat – und Berufsleben jeweils liegen. „Stellen Sie sich das Leben als Spiel vor, in dem Sie mit fünf Bällen jonglieren. Die Bälle heißen Arbeit, Familie, Gesundheit, Freunde und Integrität. Und Sie müssen alle ständig in der Luft halten. Eines Tages erkennen Sie schließlich, dass die Arbeit ein Gummiball ist. Wenn Sie ihn fallen lassen, hüpft er zurück. Die anderen vier Bälle sind aus Glas. Wenn Sie einen fallen lassen, bekommt er unweigerlich Sprünge oder zerbricht sogar.“

Das bedeutet: Kümmere dich in deiner Freizeit eben auch um diese Bereiche. Plane dir deine Freizeit genauso ein, als wäre das ein echter Termin. Gerade, wenn man sehr ambitioniert ist, vergisst man die anderen Teile schnell mal. Man ist dann wieder ständig beschäftigt und vernachlässigt Freunde & Familie und auch die eigene Gesundheit. Wenn du dich aber darum kümmerst, wirst du sehen, dass du auch in deinem Business mehr aufblühst. Es gehört doch alles irgendwie zusammen (deswegen mag ich auch den Begriff Work-Life-Balance nicht so gerne). 

Dann kommt die tägliche Zeit für deine EINE Sache. Zum Beispiel direkt morgens, wenn deine Willenskraft noch stark ist. Du kannst dir deine Willenskraft wie eine Batterie vorstellen, die über Nacht aufgeladen wird. Gleich morgens kannst du dann deine Willenskraft nutzen, um mit deiner einen Sache weiterzukommen. 

Ich habe das jetzt bei mir auch während meiner Klausurphase gemerkt. Da lag mein Fokus ja während meines 6-Wochen-Zyklus eben auf dem Lernen. Das habe ich dann gleich morgens gemacht, weil da meine Willenskraft noch am stärksten war. Ich habe dann nachmittags noch etwas gearbeitet, weil das musste ich ja machen. Oft verschieben wir Sachen, die wir nicht unbedingt machen MÜSSEN. Gerade in der Selbstständigkeit passiert das ja gerne. Zum Beispiel beim Content Management. Wir MÜSSEN ja keinen wöchentlichen Podcast veröffentlichen. Kundenprojekte hingegen MÜSSEN wir bearbeiten, weil da eine Deadline dranhängt. Anderes Commitment.

Deswegen finde ich den Ansatz wirklich super mir morgens die Zeit für MICH und meine Projekte zu nehmen, wenn mein Kopf frisch ist und meine Willenskraft voll aufgeladen ist. 

Wie viel Zeit brauchst du für deine EINE Sache?

Gary Keller gibt den Tipp morgens 4 Stunden an deiner einen Sache zu arbeiten. Es reicht, aber auch sicherlich eine Stunde – je nachdem wie viel Zeit du eben hast. Ich finde da den Aspekt der Achtsamkeit auch noch schön. Es geht eben nicht immer nur um das Produktivsein, damit man schneller erfolgreich wird… Es geht ja auch darum die Aufgaben, die man hat wirklich achtsam zu erledigen. Sich nach dem Sinn dahinter zu fragen. Und sich dann mit ganzer Aufmerksamkeit dahinter zu klemmen und loszulegen. Das ist für mich eben auch wieder die Verbindung, die meine Arbeit ausmacht. Achtsamkeit & Produktivität. Struktur & Intuition. Kreativität & Routine. 

Und dann kommt die Planungszeit. Je nachdem ob du mit dem 6-Wochen-Zyklus arbeitest, entfällt das bei dir, da du nur alle 6 Wochen genau planst. Was ich aber trotzdem einmal pro Woche mache ist natürlich meine Woche zu planen. Ich nutze dafür den Klarheits Kalender. Da trage ich dann meine Termine und auch meinen Wochenfokus ein. 

Was passiert, wenn du zwischen verschiedenen Projekten in der Fokus Zeit switcht?

Du bist viel weniger produktiv, weil du zwischen verschiedenen Projekten gedanklich hin und her springst. Es braucht einfach eine Weile, bis wir wieder ganz konzentriert an einer Sache arbeiten können, nachdem wir abgelenkt wurde. Es macht also durchaus Sinn dir einen Fokus zu setzen bzw. an deiner einen Sache am Morgen zu arbeiten. 

Kennst du das Buch „The ONE Thing“ schon und wenn ja, wie hat es dir gefallen? Hinterlass mir gerne eine Nachricht – ich freue mich sehr auf den Austausch mit dir!